Pressemitteilung - Beratung in der Krise – das persönliche Gespräch von Mensch zu Mensch zählt!

Bild zeigt eine persönliche Beratungssituation

Durch die Corona-Krise und die damit verbunden Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus wurden auch Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen mit neuen Lebenssituationen und besonderen persönlichen Herausforderungen konfrontiert. 

Ämter waren nur eingeschränkt zugänglich, die Betreuungs- und Pflegesituation zuhause gestaltete sich als extrem schwierig und Arbeitsstellen sind vielfach gefährdet. Nun kann der ÖZIV Tirol als eine wesentliche Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen seine Türen endlich auch wieder für persönliche Beratungsgespräche vor Ort öffnen. Der ÖZIV Tirol war auch in der schwierigen Zeit des Lock-Down als Beratungsstelle und Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen tätig, blieb telefonisch und online jederzeit erreichbar und konnte dadurch viel an Unterstützung leisten.

Persönliche Beratung ist unersetzlich – Viele Probleme gilt es zu lösen

„Allerdings zeigt sich aus unseren Erfahrungen“, wie ÖZIV Tirol Geschäftsführer Hannes Lichtner anmerkt „dass dadurch auf lange Sicht die persönliche Beratung „von Mensch zu Mensch“ nicht ersetzt werden kann, insbesondere was auch die psycho-sozialen Aspekte einer Beratung betreffen!“ Denn gerade Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen wurden durch die COVID-19-Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus vor große Probleme gestellt.

So blieben Anträge unbearbeitet, da die zuständigen Ämter nur eingeschränkt arbeiten konnten. Die für etliche Ansuchen notwendige Bescheinigung über den Grad der Behinderung konnte vorerst nicht ausgehändigt werden und die auch sonst schon mühsame Suche nach einer barrierefreien Wohnung gestaltete sich noch schwieriger.

Aber vor allem die Situation im eigenen Zuhause war insbesondere im Bereich der Pflege und der persönlichen Assistenz enorm angespannt, da die Betreuungsangebote der Dienstleister auf Grund der hohen Sicherheitsvorgaben und der zu Beginn auch fehlenden Schutzausrüstungen mehr oder weniger über Nacht zusammengebrochen sind.

Zukünftiges Krisenmanagement muss Menschen mit Behinderungen mehr berücksichtigen

Der ÖZIV Tirol hat in seiner Verantwortung als Interessenvertretung das Land Tirol auch konkret auf diese Situation hingewiesen und darauf, dass diese Probleme der plötzlich fehlenden mobilen Versorgung von Menschen mit Behinderungen zunächst viel zu wenig im Blickwinkel der getroffenen Hilfsmaßnahmen gelegen sind.

„Wir müssen alle aus der Krise lernen, aber eines zeigt sich für uns auf jeden Fall als unerlässlich, nämlich, dass der derzeit in der Entstehung befindliche Tiroler Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen auf jeden Fall auch um das Kapitel „Krisenmanagement“ erweitert werden muss!“, meint GF Lichtner.

Ähnliche Probleme treffen zudem auch Arbeitssuchende – Zusagen für Jobs wurden widerrufen und viele Betriebe kämpfen gerade um ihr Überleben, was die ohnehin schwierige Jobsituation von Menschen mit Behinderungen zusätzlich erschwert.

Die zusätzlichen Belastungen für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sind also gerade zahlreich und es gibt Vieles aufzuarbeiten. Umso wichtiger und erleichterter ist nun der ÖZIV, dass er ab sofort auch wieder eine persönliche Beratung in seinem Verbandshaus in Innsbruck und in den ÖZIV Support-Beratungsstellen in den Bezirken anbieten kann.

Beratung für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Ob und wann das möglich wird, war lange Zeit ungewiss, da es für Beratungsbereiche trotz Covid-19-Lockerungen immer noch hohe Sicherheitsanforderungen gibt, wie zB. die Verwendung von Plexiglas-Schutzwänden in den Beratungsräumlichkeiten. Maßnahmen, die man jedoch auch deswegen in Kauf nehmen will, da natürlich viele der Klient*innen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung zur Risikogruppe gehören.

Der ÖZIV Tirol bietet eine Sozialberatung, eine Rechtsberatung, Beratung zum barrierefreien Wohnen, einen Hilfsmittelverleih und mit dem ÖZIV SUPPORT Beratung und Coaching für Menschen mit Behinderungen im beruflichen Zusammenhang an.

Kontakt: 0512/ 57 19 83 

Presse-Rückfragen und Kontakt

Mag.a Simone Pittl

Öffentlichkeitsarbeit ÖZIV Landesverband Tirol

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